| Grundsätzlich
ist jeder gesunde, menschenfreundliche und aufgeschlossene Hund geeignet für
die Arbeit als Rettungshund. Folgende spezielle Anforderungen gelten: | | Rettungshunde
: | Robby
v.d. Simmeringer Haide | Als Rettungshund
(auch Suchhund) wird ein speziell ausgebildeter Haushund bezeichnet, der eine
Rettungshundeprüfung erfolgreich absolviert hat; diese Prüfung setzt
i. d. R. eine ebenfalls erfolgreich abgeschlossene Begleithundeprüfung voraus.
Ein Rettungshund arbeitet immer mit seinem Hundeführer (dem Rettungshundeführer,
RHF) zusammen im Team (das Rettungshundeteam, RHT). Eine organisierte Einheit
von mehreren Teams wird als Rettungshundestaffel (RHS), Rettungshundezug (RHZ),
biologische Ortung (THW) und Facheinheit Rettungshunde-Ortungstechnik (RHOT) (Feuerwehr)
bezeichnet. Solche Einheiten werden ausgebildet, geprüft und eingesetzt von
verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen wie ASB, Bundesverband Rettungshunde
e. V. (BRH), Bundesverband zertifizierter Rettungshundestaffeln (BZRH), Deutscher
Rettungshunde Verein e.V. (DRV), Deutsches Rotes Kreuz, Johannitern, Maltesern,
Technisches Hilfswerk, aber auch bei der Feuerwehr und in privaten Staffeln.,
Österreichische Rettungshundebrigade.
| | Geschichte:
| Hennessy
von der Simmeringer Haide | Cara
Tutschek mit Laureola`s Pia | Obwohl der
Hund bereits seit Jahrtausenden Haus- und Arbeitstier des Menschen ist, sind Rettungshunde
eine recht moderne Erscheinung. Es finden sich in der Geschichte zwar immer wieder
Fälle, in denen Hunde Menschenleben gerettet haben, aber systematisch genutzt
wurden diese Fähigkeiten erst im 19. Jahrhundert. Askan
v.d. Simmeringer Haide | | Im
Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard züchteten die Mönche seit Mitte
des 17. Jahrhunderts eigene Hunde, die ersten Bernhardiner. Deren Aufgabe war
zunächst, den verschneiten Weg zum Hospiz zu finden. Es gibt Berichte von
diversen Fällen, in denen diese Hunde verirrte oder im Schnee verschüttete
Menschen zum Kloster führten und ihnen damit das Leben retten. Alleine der
Hund Barry soll zwischen 1800 und 1812 über 40 Menschen das Leben gerettet
haben.Die Bernhardiner bildeten allerdings zunächst eine Ausnahme. Erst
der Krieg gab einen Anstoß für die weitere Entwicklung. Ab 1885 machte
man sich in der deutschen Armee Gedanken über den Einsatz von Hunden, zunächst
als Melder oder zum Transport von Munition. Der Tiermaler Jean Bungartz begann
zusätzlich mit der Ausbildung von Hunden im Sanitätsdienst, die beim
Aufspüren verwundeter Soldaten helfen sollten. Dazu gründete er 1890
den Deutschen Verein für Sanitätshunde, der auf freiwilliger Basis die
Verantwortung für die Ausbildung der Sanitätshunde übernahm. Die
Kosten für Ausbildung und Unterhalt wurden von der Armee getragen, die Durchführung
lag aber allein bei Privatleuten.
 Askan
v.d. Simmeringer Haide | | Besondere
Förderung gab es darüber hinaus für die Kriegshunde nicht. 1911
verfügte das Kriegsministerium sogar deren vollständige Abschaffung.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges erfuhr das Sanitätshundewesen aber
einen deutlichen Aufschwung. Während es am Anfang des Krieges nur knapp ein
dutzend Sanitätshunde gab, erhöhte sich diese Zahl im Verlauf des Krieges
aus über 4000, die auf freiwilliger Basis von Privatleuten und Züchtern
oft leihweise rekrutiert wurden.Im Mai 1915 wurde das Sanitätshunde-Ersatzdepot
Fangschleuse bei Berlin errichtet. Dessen erster Leiter wurde Paul Böttger,
ein Mitarbeiter von Konrad Most. Ein Jahr später wurden zwei weitere Depots
eröffnet. Insgesamt dienten über 30.000 Hunde als Wächter, Melder
oder Sanitätshunde. Weniger als 10 % von ihnen kehrten nach dem Krieg zu
ihren Eigentümern zurück Winterlehrgang
auf den Seetaler Alpen - Drummer vom Satansberg | | | | | | | | |
Im
Krieg wurden die Ausbildungsmethoden weiterentwickelt und das Interesse an der
Weiterführung der Sanitätshundearbeit geweckt. Das gesamte Hundewesen
in Deutschland nahm einen Aufschwung, der größtenteils von Privatleuten
getragen wurde, die Ausbildung von Sanitätshunden blieb aber weiter beim
Militär. Eine Entwicklung hin zu den zivilen Rettungshunden gab es hingegen
in der Schweiz, wo Ferdinand Schmutz 1940 mit der systematischen Ausbildung von
Lawinenhunden begann.Im Zweiten Weltkrieg war der Bedarf an Hunden wesentlich
höher als im Ersten Weltkrieg: An allen Fronten waren über 200.000 Hunde
im Einsatz, von denen alleine auf der deutschen Seite 25.000 im Krieg starben.
Der Bedarf an Hunden war so groß, dass die Besitzer geeigneter Tiere kurzerhand
von der Wehrmacht enteignet wurden. Es gab nun im Wesentlichen zwei Typen
von Hunden: Der Flächensuchhund, der verwundete Soldaten aufstöbern
sollte und der Lawinenhund. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs entwickelte
sich außerdem der Trümmerhund. Die Entwicklung begann zunächst
mit Zufällen, als man bemerkte, wie Hunde wiederholt Menschen unter den Trümmern
zerbombter Häuser aufspürten. Ab Oktober 1944 setzte man mehrere dieser
Hunde, zunächst noch ohne spezielle Ausbildung, für die Suche in den
Trümmern ein. Dabei wurden alleine von vier Hunden 35 Menschen lebend gefunden. Nach
dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich die Idee des Trümmerhundes auch außerhalb
Englands und man machte sich Gedanken über die planmäßige Ausbildung
solcher Hunde. In der Bundesrepublik Deutschland übernahm zunächst der
Bundesluftschutzverband (BLSV) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der
Zuchtvereine und Gebrauchshundeverbände (AZG) die Ausbildung von Rettungshunden.
Es war vorgesehen, jedem Selbstschutzzug einen Rettungshund zuzuordnen. Als 1968
der BLSV in Bundesverband für den Selbstschutz (BVS) umbenannt und umstrukturiert
wurde, bedeutete dies das Ende für die Selbstschutzzüge und damit vorläufig
auch für die Rettungshunde. Wiederum in der Schweiz begann man jedoch
ab 1968 die Arbeit mit Katastrophenhunden. 1972 wurde vom Schweizerischen Verein
für Katastrophenhunde eine Ausbildungsanleitung herausgegeben. Nach und nach
entwickelte sich auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Rettungshunde
und man erkannte, dass gut ausgebildete Hunde und Führer ein wertvolles Hilfsmittel
bei der Ortung vermisster und verschütteter Personen darstellen, auch in
Friedenszeiten, beispielsweise bei Bränden, Flugzeugabstürzen, Zugunglücken
oder Erdbeben. Insbesondere die erfolgreichen Rettungshundeeinsätze bei Erdbeben
1967 in Italien, 1977 in Rumänien und 1980 in Algerien verstärkten das
Vertrauen in die Hunde. Es herrschte bei den zuständigen Behörden
in der Bundesrepublik Deutschland dennoch eine gewisse Technikgläubigkeit
vor und man glaubte, mit teuren Ortungsgeräten wesentlich effektiver arbeiten
zu können, als mit Hunden. Es waren wiederum Privatleute, die dann (oft als
Fortsetzung ihrer Tätigkeit im BLSV/BVS) weiterhin Arbeit mit Rettungshunden
betrieben. Die Verantwortung für den Katastrophenschutz lag bei den Ländern
und es stand den diversen Rettungshundestaffeln, die sich mittlerweile selbstständig
gegründet hatten, frei, sich einer Hilfsorganisation anzuschließen,
beispielsweise Technisches Hilfswerk, Feuerwehr oder diversen Sanitätsorganisationen.
Außerdem wurden private Vereine für die Rettungshundearbeit gegründet. Aus
dem Baden-Württembergischen Rettungshunde-Verband ging schließlich
1981 der Bundesverband für das Rettunsgshundewesen e. V. hervor | | Einsatzschwerpunkte
: | Wie viele Helfer sind erforderlich, um nachts
ein Waldstück von fünf Quadratkilometern nach einem Bewusstlosen abzusuchen? Rettungshunde
sind darauf trainiert, in kürzester Zeit große Gebiete nach Vermissten
und Verunglückten abzusuchen, zum Beispiel weil: ältere Personen aufgrund
von Verwirrtheitszuständen und dringend benötigten Medikamenten in lebensgefährliche
Situationen kommen, spielende Kinder sich verlaufen haben, Jogger, Mountainbiker
oder Reiter nach einem Sportunfall hilflos im Wald liegen Wanderer, Pilzsucher
oder Jäger nach einem Schwächeanfall dringend ärztliche Hilfe benötigen
Unfallopfer im Schockzustand vom Unfallort fortgelaufen sind suizidgefährdete
Personen gefunden werden müssen Aber auch bei Katastrophen weltweit,
wie z. B. Erdbeben in der Türkei oder im Iran, werden immer wieder Rettungshunde-Staffeln
eingesetzt, um Überlebende in den Trümmern aufzuspüren. | | Einsatzschwerpunkte
von Rettungshundestaffeln : | Flächensuche:
Bei der Flächensuche muss das Team in unwegsamen Gelände oder
in großen Waldflächen auch nach vermissten Personen suchen und diese
medizinisch versorgen. Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände
auf menschliche Witterung hin durchstöbern. Von den Hunden müssen dabei
Personen angezeigt werden, die sitzen, kauern, liegen oder laufen. Der Hund hat
dabei drei Anzeigemöglichkeiten in der Fläche: Beim Verbellen bellt
der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person, bis sein Führer bei
ihm ist; beim Bringseln nimmt der Hund an der gefundenen Person ein so genanntes
Bringsel auf, läuft zu seinem Hundeführer zurück und führt
diesen zu der Person; beim Freiverweisen hat der Hund kein Bringsel, sondern führt
seinen Hundeführer durch Pendeln zwischen Opfer und Hundeführer an.
Typische Einsätze sind beispielsweise die Suche nach weggelaufenen Kindern
oder verwirrten älteren Mitbürgern. Rettungshundestaffeln werden jedoch
in der Regel nicht bei einem vermuteten Verbrechen (z.B. Suche nach einem Mordopfer)
eingesetzt. |  | Trümmersuche:
Die Arbeit als Trümmersuchhund (auch Trümmerhund) zählt
zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit; der Katastrophenhund muss
die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern
und Opfer auffinden, die unter meterdicken Trümmerschichten begraben sein
können; der Hund zeigt seinen Fund dann durch Verbellen oder Scharren an.
Um Fehler zu vermeiden wird die Suche wenn möglich mit einem zweiten Hund
wiederholt. Einsätze in ausländischen Katastrophengebieten erfordern
eine außerordentlich hohe Disziplin und Belastbarkeit von Hund und Führer;
viele ausgezeichnete Rettungshundeteams eignen sich nicht für diese Arbeit.
Typische Einsätze finden beispielsweise statt nach Gasexplosionen oder in
Erdbebenkrisengebieten. |  | Lawinensuche: Lawinenhund
bei der ArbeitNach dem Abgang von Lawinen werden manchmal Menschen vermisst. Nichtbeachtung
von Sicherheitsregeln und Unachtsamkeit fordern ihre Opfer. Lawinensuchhundeteams
suchen nach Verschütteten unter dem Schnee. Trotz des technischen Fortschrittes
durch Geräte wie zb. LVS oder Recco sind Lawinenhunde manchmal die Einzige
und (dann) auch die beste Möglichkeit Verschüttete schnellstmöglich
zu orten. Deshalb absolvieren Lawinenhundeteams mancherorts in den Wintermonaten
täglich Bereitschaftsdienste, damit im Ernstfall immer 1-2 Teams umgehend
auf den Lawinenkegel geflogen werden können. Diese Art der Sucharbeit ist
für Hund und Führer sehr aufwändig und belastend. Da er als einer
der Ersten am Einsatzort eintrifft, muss der Führer über umfangreiche
Kenntnisse in Abklärung, Gefahreneinschätzung und Einsatzabläufen
verfügen. Der Hund darf sich nicht von anderen Hunden, Sondierketten, LVS-Suchteams
und anderen störenden Einflüssen ablenken lassen. Lawinensuchhundeteams
sind in Deutschland nicht in Rettungshundestaffeln organisiert, sondern gehören
meist der Bergwacht an und haben sich spezialisiert. |  | Wasserrettung:
Bei der Wasserrettung werden häufig so genannte Wasserhunde,
wie Landseer eingesetzt, aber auch viele andere Rassen sind geeignet. Die Hunde
schwimmen dabei in einem speziellen Geschirr zum Opfer und bieten ihre Hilfe an,
das Opfer kann sich dann am Geschirr festhalten und sich ziehen lassen. Ist das
Opfer bewusstlos, fasst der Hund den Arm oder die Hand der Person und zieht sie
an Land. Eine weitere Variation kann das Heranbringen eines Rettungsschwimmers
sein, der die Person erstversorgt und sich dann mit diesem vom Hund ans Ufer bringen
lässt. Diese Sparte setzt voraus, dass das Team vor Ort ist. Wasserortung
[Bearbeiten] Taucher und Rettungskräfte stehen bei einem Ertrunkenenfall
immer wieder vor den gleichen Schwierigkeiten: mit relativ wenigen zur Verfügung
stehenden Kräften muss ein Gebiet abgesucht werden, das wenn überhaupt
meist nur sehr vage von Augenzeugen beschrieben werden kann. Zudem steht
ihnen für die Arbeit unter Wasser hierfür nur ein begrenzter Zeitraum
zur Verfügung.Die Wasserortung (Wassersuche): Ist eine Form der
Leichensuche und gehört somit nicht direkt zur Rettungshundearbeit. Wasserortungshunde
suchen schwimmend oder vom Boot aus nach menschlichem Geruch, der aus dem Wasser
aufsteigt. Dabei sind bereits Ortungstiefen von 50 und mehr Metern beschrieben
worden. Es liegt in der Natur der Sache, dass Wasserortungsteams nicht in den
ersten Minuten nach einem Unfall eingesetzt werden können (Alarm- und Anrückzeit),
deshalb wird meistens nur tot gefunden.Für die Angehörigen des Opfers
ist es jedoch besser Gewissheit zu haben und sich verabschieden zu können,
als ein Leben lang im Ungewissen zu sein. |  | Mantrailing
: Das Mantrailing ist ein Spezialgebiet des Rettungshundewesens. Im Gegensatz
zum Fährtensuchhund, folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem
Individualgeruch eines bestimmten Menschen. Die Suche beginnt an dem letzten vermuteten
Aufenthaltsort der Person, bevor diese verschwand. Dem Mantrailer wird an dieser
sogenannten Abgangsstelle ein Geruchsgegenstand angeboten (z. B. von der vermissten
Person getragene Wäsche). Daraufhin verfolgt der Mantrailer die Spur, egal
ob in der Großstadt oder auf dem Land. Mantrailing wird zur Zeit in Deutschland
zunehmend populär, jedoch gibt es in Deutschland kaum erfahrene Ausbilder
und es werden erst wenige Hunde im Ernstfall eingesetzt. |
Anforderungen an den Rettungshundeführer : Hoher Zeitaufwand: Der
Rettungshundeführer muss viel Freizeit und Engagement einbringen; die Rettungshundearbeit
ist daher nur bedingt geeignet für regulär Werktätige. Allein die
Ausbildung und das regelmäßige Training können bis zu 12 Stunden
pro Woche in Anspruch nehmen. Je nach Verband ist die Teilnahme an Rettungsaktionen
in einem gewissen Rahmen freiwillig, es gilt jedoch i. d. R. als unerwünscht,
sich und seinen Hund ausbilden zu lassen und dann nicht an Einsätzen teilzunehmen.
Anspruch: Der Rettungshundeführer muss Interesse an einer sinnvollen
Aufgabe mitbringen, die er gemeinsam mit seinem Hund ausführt; die Rettungshundearbeit
ist primär eine meist ehrenamtliche Hilfs- und Rettungstätigkeit, kein
Hundesport um das Tier zu beschäftigen. Körperliche und geistige
Voraussetzungen: Der Rettungshundeführer muss sowohl körperlich als
auch geistig fit und leistungsbereit sein; das schließt leider bis zu einem
gewissen Grad der Belastung sehr junge und sehr alte Hundeführer aus. Der
Hundehalter muss darüber hinaus ein hohes Verantwortungsbewusstsein für
seine Arbeit mitbringen. Alter: Voraussetzung für die Teilnahme an Einsätzen
eines Rettungshundezuges ist die grundsätzlich die Volljährigkeit, also
die Vollendung des 18. Lebensjahrs. Unter Berücksichtigung der typischen
Ausbildungsdauer eines Rettungshundeteams (ca. zwei Jahre) werden aktive Mitglieder
in der Regel ab dem vollendeten 16. Lebensjahr aufgenommen. Anforderungen
an den Hund : Alter: Der Hund sollte bei Ausbildungsbeginn maximal etwa
drei Jahre alt sein. Wesen: Erwartet wird vom Hund die so genannte Wesensfestigkeit;
das Tier darf keine Aggression oder extreme Ängstlichkeit gegen Menschen
oder Tiere zeigen. Körperliche Voraussetzungen: Der Hund sollte eine
mittlere Größe und ein nicht zu hohes Körpergewicht aufweisen.
Hunderassen: Den typischen Rettungshund gibt es nicht. Geeignet sind grundsätzlich
alle leistungswilligen und leistungsstarken, aufgeschlossenen und nicht zu schweren
Hunde, wenn sie körperliche Gesundheit, Gewandtheit, Nervenstärke, Lernfreude
sowie Freundlichkeit gegenüber Menschen und Artgenossen mitbringen. Am häufigsten
werden Gebrauchshunderassen eingesetzt, dies ist aber keine zwingende Voraussetzung.
Sehr kleine (z. B. Yorkshire-Terrier) oder sehr große Rassen (z. B. Deutsche
Doggen) sind keine typischen Rettungshunde, die Rasse oder Körpergröße
ist jedoch bei den meisten Hundestaffeln kein explizites Ausschlusskriterium.
| | Ausbildung; | Schnuppertraining
: Die Rettungshundeausbildung beginnt in der Regel mit einem so genannten
Schnuppertraining, bei dem sich Ausbilder und Team kennenlernen; der Hundeführer
kann hier prüfen, ob er und sein Tier für die Arbeit als Rettungshundeteam
geeignet ist. Einige Vereine bieten hierfür spezielle kostenpflichtige Kurse
mit etwa fünf Terminen an, bei anderen Staffeln nimmt das neue Team gleich
am regulären Training teil. Meist werden der Ausbildungsaufbau und die Ausbildungssystematik
separat erläutert
|  | Grundausbildung
: Die Ausbildung selbst enthält eine Reihe von Ausbildungsinhalten
für Hund und Halter: Die Grundausbildung des Hundes umfasst folgende Schwerpunkte:1)
Geländegängigkeit: Begehen von glatten und beweglichen Untergründen
wie beispielsweise Schutt, Geröll, Blech, Gitterrosten, Komposthaufen, Glas
usw. 2) Gerätearbeit: Waagerechtes und schräges Begehen von Leitern,
Durchkriechen von Röhren, Überqueren einer Wippe usw. 3) Gehorsamsarbeit:
Fußgehen angeleint und frei, Sitz, Platz, Steh, Tragen
des Hundes, zuverlässiges Heranrufen des Hundes, Ablegen unter Ablenkung,
Voraussenden usw. 4) Anzeigeübungen: Verbellen, Bringseln, Rückverweisen,
Scharren. 5) Sucharbeit: Flächensuche und Trümmersuche. 6)
Seilsicherung von Mensch und Hund Die Ausbildung zum Rettungshundeführer
umfasst folgende Schwerpunkte: Die Arbeit in und mit der Staffel erfordert
grundsätzlich ausgeprägten Teamgeist, Ausgeglichenheit, gute Kondition,
Einsatzbereitschaft im Ernstfall und regelmäßiges Training mit dem
Hund, um die Leistungsfähigkeit auf dem erforderlichen hohem Stand zu halten.
Sanitätsdienst-Ausbildung Erste Hilfe am Menschen und Hund Organisation
und Einsatztaktik Karten- und Kompasskunde Statik, Trümmerkunde und
Bergung Grundwissen Kynologie Lagebeurteilung Sprechfunkverkehr Suchtechnik
des Hundes Sicherheit im Einsatz | 
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